Wie schon oft zu beobachten, standen an diesem Wochenende wieder alle 6 Flütwindräder still, obwohl selbst am Boden deutlich der Wind wehte (Nachtrag 09.06.25: genau diese Situation wurde an Pfingsten 2025 sehr deutlich: vollständiger Stillstand bei gutem Wind!!). Zu denen gesellen sich die beiden neuen 250m-Windmühlen auf der Paderborner Vorrangfläche 1 (146. FNP), eines davon das „Bürgerwindrad“, über das sich der Marienloher Ortsversteher und seine CDU so sehr freuen und für das sie sich eingesetzt hatten!
Woran mag das liegen?
Die beiden neuen Windräder mögen noch nicht in Betrieb genommen worden sein. Der Stillstand der 6 Flütwindräder könnte durch Abschalten verursacht sein. Am Wochenende ist der Energiebedarf in Deutschland geringer. Wenn dann gleichzeitig der Wind weht und die Sonne scheint, haben wir sehr schnell ein Überangebot. Dann muss der Strom durch Ableitung ins Ausland „entsorgt“ werden, wobei manchmal sogar draufgezahlt werden muss. Um das zu vermeiden, werden die Erneuerbaren abgeschaltet wo es geht. Die Betreiber machen dann aber keinen Verlust, sie werden für „fiktiven Strom“ weiter bezahlt.
Oder reicht der Wind oft nicht aus?
In den letzten Tagen und Wochen war auch zu beobachten, dass Flütwind steht und weiter hinten sich alles dreht. Wenn der Wind im Flachland nur schwach weht, ist offensichtlich in den höheren Lagen doch noch ausreichend Wind vorhanden. Wenn kein Wind weht, weht allerdings auch kein Geld in die Kassen der Windwirte.
Insgesamt macht Flütwind einen eher uneffektiven Eindruck verglichen mit der Hintergrundkulisse. Hoffentlich wird das Bürgerwindrad kein Flop für die Investoren, das wäre zu schade, wollte man doch Akzeptanz kaufen durch horrende Renditen (5%). Übrigens, wir haben bis dato ein windschwaches Jahr. Ja – das gibt es.
Windbranche kämpft gegen sich drehende Winde
Und dann auch noch eine Richtungsänderung in der Bundespolitik?
Die Windbranche heult schon auf hohem Niveau: weniger Wind und ein Richtungswechsel in der Politik in Sicht. Der ist dringend nötig, denn mit noch mehr Windrädern richten wir noch mehr Schaden an - an der Natur, an den Menschen und auch an der Staatskasse. Wir brauchen zuerst einmal ein gut durchdachtes Konzept, dann die Netze und auch Speicher und nicht zuletzt ein Umdenken auf der ganzen Welt, nicht nur in Deutschland! Es kann nicht sein, dass unter dem Deckmantel des Klimaschutzes hoch rentable Geschäftsmodelle auf Kosten des Steuerzahlers weiter wie Pilze aus dem Boden schießen!
Die Bürger wehren sich an vielen Orten: Bürgerinitiativen, Bürgerbegehren und Bildung neuer Parteien
Weil sie von der Politik ignoriert werden, steigen sie selbst ein. Nur ein Beispiel:
UWG in Willebadessen gegründet | Radio Hochstift
Ich wünsche der UWG Willebadessen viel Erfolg und den anderen Parteien einen Denkzettel.
Ralf-Peter Fietz
Für Rückfragen, wie immer gern:
ralf-peter [at] fietz-pb.de