In der folgenden Reihe über die Entwicklung der Windkraft nahe Marienloh möchte ich daran erinnern, wer in den Rathäusern dafür und dagegen war, wer Investor und Betreiber war (ist) und wie jegliche Einwendungen und Sorgen der (betroffenen) Bürger ignoriert wurden.
Alles, was ich hier schreibe. sind belegbare Fakten.
Im ersten Teil geht es darum, wie sich unsere lokale CDU Politik im Winde gedreht hat.
Im Jahre 2017 verfasste unser Ortsversteher Matthias Dülme (CDU) das nachfolgende Schreiben, das u.a. auch von der CDU-Ortsunion unterschrieben wurde. Darin wird festgestellt, dass die Bad Lippspringer Windräder „vor allem die Bevölkerung in Marienloh belasten“ und dass man „den geplanten Ausweisungen von Windkonzentrationszonen widersprechen“ will. Ein Abstand von 1000m wird darin als wissenschaftlich bewiesen gesundheitsschädlich angesehen und mindestens 1500m Abstand gefordert, besser aber 2000m, wie von Wissenschaftlern und Medizinern gefordert. „Umso wichtiger ist es die Menschen jetzt zu schützen indem die Abstände zur Wohnbebauung so groß wie möglich geplant werden.“ heißt es. Es sei angemerkt, dass dasselbe auch für die bedrängende Wirkung durch die enorme Höhe der Anlagen von 250m gilt.
Bis heute ist das Thema der negativen Beeinflussung der menschlichen Gesundheit durch sehr nahe Windräder nicht vom Tisch.
Infraschall und Gesundheit | DSGS e.V.
Nur knapp 5 Jahre später jedoch setzten sich der Marienloher Ortsversteher Dülme (CDU) und die CDU-Ortsunion für die Paderborner Windkraftplanung vor der Haustür Marienlohs ein und sind stolz darauf, ein Bürgerwindrad auf die Beine gestellt zu haben, das nur 1.150m von den Wohnsiedlungen entfernt ist und an dem man Anteile erwerben kann. Der Ortsversteher Dülme sitzt im Aufsichtsrat der Bürger-Energie-Genossenschaft Bad Lippspringe-Schlangen eG.
So kann man seine Meinung ändern – Geld regiert die Welt !
Wo bleibt der Schutz der Anwohner?
Damit nicht genug, im „Kommunalpolitischen Dorfkonzept der CDU (2024)“ ist heute noch zu lesen:
„Jedoch soll die Errichtung von Windkraftanlagen im Einklang mit der Natur und den Bedürfnissen der Bevölkerung erfolgen und sich nicht in erster Linie an ökonomischen Interessen orientieren. Die Stadt Paderborn und das Kreisgebiet haben durch die installierten Anlagen ihren Beitrag zur Energiewende mehr als erfüllt. Wir fordern den regionalen Deckel zu schließen und nur noch Anlagen zu genehmigen, die genügend Abstand zur Wohnbebauung vorsehen.“
https://www.cdu-pb.de/ortsuniuonen/marienloh/dl/874d009629061e41176bcd1f32f739db
Wie kann man nur so reden aber völlig anders handeln??

Ralf-Peter Fietz
Für Rückfragen, wie immer gern:
ralf-peter [at] fietz-pb.de